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Neuigkeiten von ArbeiterKind.de im November:
Vernetzt durch den Winter und rein ins 10. Geburtstagsjahr

Katja Urbatsch

Liebe Engagierte,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Interessierte,

unser Herbst ist bunt, aufregend und ereignisreich! So haben wir jüngst mit der Fachhochschule Erfurt einen Kooperationsvertrag für die Etablierung von ArbeiterKind.de in Thüringen unterzeichnet. Auf unserem ersten Alumnitreffen konnten wir viele (ehemalige) Engagierte (wieder) begrüßen. Unsere Videokampagne „Erste an der Uni“ feierte 2-Jähriges. Wir blicken zudem auf eine inhaltsreiche und inspirierende 26. Jahreskonferenz der EAN zurück sowie auf erfolgreiche Berufseinstiegstage. In der Presse lief es ebenfalls rund.

Und ArbeiterKind.de geht weiter! Wir freuen uns sehr auf unseren 10-jährigen Geburtstag im kommenden Jahr. Ohne die großartige Unterstützung unserer ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren sowie unserer Förderinnen und Förderer wäre ArbeiterKind.de nicht so weit gekommen. Auch 2018 wollen wir Schülerinnen und Schülern sowie Studierende aus nicht-akademischen Familien Mut zum Studium machen!

Viel Freude beim Lesen unserer vielen Neuigkeiten sowie einen gesunden und friedlichen Jahresausklang wünschen dir

Katja Urbatsch
Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de
&
Julia Kreutziger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Inhalt
  1. Neuigkeiten von ArbeiterKind.de im November: Vernetzt durch den Winter und rein ins 10. Geburtstagsjahr
  2. ArbeiterKind.de eröffnet Regionalbüro in Thüringen
  3. Unsere Neue: Yvonne Gajer stellt sich vor
  4. Videokampagne "Erste an der Uni" wird 2 Jahre alt
  5. Regionaltreffen bietet Raum für intensiven Gruppenaustausch
  6. ArbeiterKind.de begrüßt 120 internationale Gäste auf der EAN-Konferenz
  7. Ratgeber "Als Arbeiterkind an die Uni" macht Mut zum Studium
  8. Alumnitreffen 2017 sorgt für Gemeinschaftsgefühl
  9. Xing Social Days 2017: Tue Gutes und rede darüber
  10. Berufseinstiegstage in Jena und Bochum waren voller Erfolg
  11. ArbeiterKind.de freut sich über 30. Partnerschule
  12. Daniel Kister: "Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere"
  13. Jessica Feichtmayr: "Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere"
  14. Trainings und Workshops zum Jahresende
  15. Spendengeschichte Prof. Dr. Stocké
  16. Mitmachen bei ArbeiterKind.de
  17. ArbeiterKind.de in der Presse
  18. Kontakt
  19. Impressum

ArbeiterKind.de eröffnet Regionalbüro in Thüringen

FHE

ArbeiterKind.de goes Thüringen! Ende September haben wir mit der Fachhochschule Erfurt (FHE) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. ArbeiterKind.de wird dank der Unterstützung des thüringischen Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft in den kommenden Jahren stärker im Osten Deutschlands vertreten sein und sein Netzwerk sowie Angebot dort ausbauen – ein schönes Geschenk zu unserem 10. Geburtstag 2018.

Mit der Eröffnung eines Regionalbüros an der FHE und einer einer neuen Mitarbeiterin vor Ort hoffen wir, gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt dort viele Studierende der ersten Generation zu erreichen und Schülerinnen und Schülern, die als Erste in ihrer Familie studieren, Hilfestellungen von der Studienwahl bis zum Berufseinstieg zu geben.

Pressemitteilung zur Kooperation mit der FHE


(Foto: ArbeiterKind.de - v.l.n.r.: Kerstin Schnelle, Leiterin Zentrum für Qualität an der FHE, Prof. Dr.-Ing. Volker Zerbe, Rektor der FHE, Katja Urbatsch, Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, Anne Stalfort, Kooperationen und Spendenservice bei ArbeiterKind.de)


Unsere Neue: Yvonne Gajer stellt sich vor 

Yvonne Gajer Eine neue Mitarbeiterin von ArbeiterKind.de haben wir bereits im Herbst begrüßt.

„Hallo, mein Name ist Yvonne Gajer. Seit Oktober 2017 vertrete ich Julia Dolscheid während ihres Mutterschutzes und ihrer Elternzeit als Projektkoordinatorin in Gießen. Als Arbeiterkind und Erste in der Familie mit Abitur war der Weg für mich an die Uni nicht unbedingt vorgezeichnet. Schließlich habe ich es gewagt und Europäische Ethnologie und Vor- und Frühgeschichte studiert. Die Unterschiede zu meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen waren oft fein, aber dennoch spürbar. Die Themen Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit und Habitus haben daher für mich einen besonderen Stellenwert. Bei ArbeiterKind.de habe ich die Gelegenheit, die Erfahrungen und Hürden meiner Bildungsbiographie positiv zu nutzen und Studierenden konkrete Hilfe anzubieten. Herkunft ist weder Stigma noch Sackgasse, und ich freue mich, bei ArbeiterKind.de mit vielen engagierten Menschen zusammenzuarbeiten, um Bildung für alle erreichbar zu machen.“

Kontakt zu Yvonne Gajer

(Foto: privat)


Videokampagne "Erste an der Uni" wird 2 Jahre alt

Erste an der Uni Vor zwei Jahren, am 26. Oktober 2015, startete ArbeiterKind.de die Kampagne „Erste an der Uni“. Wir haben Studierende der ersten Generation dazu eingeladen, in einem kurzen Video die eigene Bildungsgeschichte zu erzählen und damit anderen Mut zum Studium zu machen. Dieser Aufforderung sind mittlerweile 80 Menschen gefolgt, so auch jüngst auf der 26. Jahreskonferenz des European Access Network in Gießen. Viele Gäste waren bereit und höchst erfreut, ihre Geschichte zu teilen. Es sind spannende, interessante und beeindruckende Beiträge entstanden, die ihr euch auf www.ersteanderuni.de anschauen könnt.

Wenn ihr auch Lust habt, eure Bildungsgeschichte zu erzählen, dann schickt uns euer selbstgedrehtes Video zum 10. Geburtstag von ArbeiterKind.de!

Zur Videokampagne
Zur Facebook-Seite

(Foto:ArbeiterKind.de)



Regionaltreffen bietet Raum für intensiven Gruppenaustausch

RegionaltreffenAm 4. November kamen hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte von ArbeiterKind.de auf dem Regionaltreffen Ost in Dresden zusammen. Die Teilnehmenden waren aus Berlin, Freiberg, Halle und Leipzig angereist und freuten sich sehr darüber, sich wiederzusehen und kennenzulernen. Groß war die Lust, sich mit Mentorinnen und Mentoren aus anderen ArbeiterKind.de-Gruppen auszutauschen, sich gegenseitig von Erfahrungen zu berichten und etwas davon mit zurück in seine eigene Gruppe zu nehmen. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden u.a. intensiv damit, wie man Neu-Engagierte finden und gewinnen kann.

Auch beim anstehenden Regionaltreffen Nord am 18. November in Hamburg geht es in erster Linie ums Kennenlernen, Wiedersehen, Vernetzen, Voneinander lernen und um gegenseitige Inspiration. Herzlich willkommen sind alle Engagierten – egal, ob du schon länger oder erst ganz neu bei ArbeiterKind.de dabei bist!

Anmeldung zum Regionaltreffen Norddeutschland am 18. November

(Foto: ArbeiterKind.de)



ArbeiterKind.de begrüßt 120 internationale Gäste auf der EAN-Konferenz

EAN-Konferenz Unter dem Titel „Sharing stories of empowerment: Creating new strategies for diversity and inclusion in higher education“ fanden sich vom 20. bis zum 22. September diesen Jahres an der Justus-Liebig-Universität in Gießen über 120 internationale Praktikerinnen und Praktiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und weitere Engagierte auf der 26. Jahreskonferenz des European Access Network (EAN) zusammen. Als Gastgeber der Konferenz haben wir uns riesig über die rege Teilnahme und fruchtbaren Diskussionen zum Thema Bildungsgerechtigkeit und Vielfalt an Hochschulen gefreut.

Im Mittelpunkt stand zum Beispiel der Zugang von Frauen aus nicht-akademischen Familien zu höherer Bildung sowie ihre Karrieremöglichkeiten an einer Hochschule. Sie haben große Hürden zu überwinden, um eine wissenschaftliche Forschungsposition zu erlangen.

Eileen Drew, Direktorin des Trinity Centre for Gender Equality and Leadership am Trinity College Dublin in Irland, präsentierte in ihren Vortrag „Turning gaps into GEPs (gender equality plans): Lessons for equality and diversity from Trinity College Dublin“ eindrucksvoll und beispielhaft die Implementierung des Gleichstellungs- und Diversitätskonzepts in einer Traditionshochschule wie dem Trinity College. Sie erläuterte, mit welchen Maßnahmen vorgegangen wurde, und hob insbesondere die stattgefundenen Schulungen und Workshops für die Leitungsebene heraus.

Artikel in der Gießener Allgemeinen 
Bilder von der EAN-Konferenz

(Foto: ArbeiterKind.de)

 


Ratgeber "Als Arbeiterkind an die Uni" macht Mut zum Studium

RatgeberEntscheidet man sich als Erste oder Erster in der Familie für ein Studium, fehlt es an Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im familiären Umfeld. Bei Fragen wie: „Was kann ich wo studieren? Was ist BAföG? Wie kann ich ein Stipendium erhalten? Wie kann ich meine Familie in mein Studium mit einbeziehen? Wie gelingt mir der Berufseinstieg als AkademikerIn der ersten Generation?“ fühlen sich junge Menschen aus Familien ohne akademische Tradition oft überfordert und allein. Die Hochschulwelt ist nicht nur neu, sondern auch fremd.

Diese Erfahrung haben auch Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, und Evamarie König, ArbeiterKind.de-Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (in Elternzeit), gemacht. Und sie machen sich diese Erfahrungen zu Nutze: In der Springer Spektrum-Reihe „essentials“ haben sie einen Ratgeber veröffentlicht, der praktische Informationen für diejenigen liefert, die als Erste in ihrer Familie ein Studium aufnehmen wollen oder bereits studieren. In „Als Arbeiterkind an die Uni – Praktisches für alle, die als Erste/r in ihrer Familie studieren“ geben die Autorinnen den Leserinnen und Lesern konkrete und hilfreiche Tipps vom Studieneinstieg, über die Studienfinanzierung und den Studienalltag, bis hin zum Berufsstart in den ersten Job.

Pressemitteilung zum Ratgeber



Alumnitreffen 2017 sorgt für Gemeinschaftsgefühl

Alumnitreffen Ist man Studierende oder Studierender der ersten Generation, dann ist man nach dem Hochschulabschluss auch Akademikerin oder Akademiker der ersten Generation. Was bedeutet das für uns auf dem Arbeitsmarkt? Welchen Herausforderungen mussten oder müssen wir uns stellen? Wie haben wir unsere Erfolgsgeschichte weitergeschrieben?

Um diese und andere Fragen ging es am 21. Oktober auf unserem ersten ArbeiterKind.de-Alumnitreffen. 40 Interessierte, die sich bei ArbeiterKind.de engagiert haben und verbunden bleiben möchten, die aktuell ehrenamtlich aktiv sind, und jene, die uns noch nicht kennen, aber gerne kennenlernen wollten, sind unserer Einladung nach Hannover gefolgt. Dort haben sie sich intensiv ausgetauscht – u.a. zu den Themen Umgang mit Geld und Bildungsschulden, Umgang mit der Familie (wenn z.B. die Geschwister nicht studiert haben), Selbstvermarktung bei Bewerbungsgesprächen oder neuen Herausforderungen im Job, anhaltende Zweifel an Leistung und Erfolg. Es kristallisierten sich viele Schnittstellen heraus, und der Wunsch der Teilnehmenden nach weiterer Vernetzung war groß. Wir möchten unsere Alumnis und auch andere Interessierte dazu einladen, mit dem Hashtag #arbeiterkindgehtweiter auf Facebook, Xing und LinkIn in Kontakt zu treten.

„Zu erleben, wie offen alle Teilnehmenden ihre Geschichte und anhaltende Herausforderungen im Beruf gemeinsam reflektiert haben, hat uns in unserer Idee eines Alumninetzwerkes sehr bestärkt. ArbeiterKind.de geht weiter...auch in unserem 10. Geburtstagsjahr 2018, in dem wir das Netzwerk ausbauen wollen“, freut sich Annika Werner, ArbeiterKind.de-Regionalkoordinatorin in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Noch kein Alumni? 

(Foto: ArbeiterKind.de)



Xing Social Days 2017: Tue Gutes und rede darüber 

Xing-Video Netzwerken macht Spaß und fängt im persönlichen Umfeld an! Mit ihren Erfahrungen rund ums Netzwerken unterstützte uns ein XING-Team während der XING Social Days 2017. Entstanden ist ein wunderbarer Videobeitrag von vier Menschen, die mit uns ihre Studienerfahrungen teilen. Es geht darum, über Ängste zu sprechen und gleichwohl Mut zu machen.

Das XING-Team setzt sich mit dem Forum Tue Gutes. Wir reden darüber für soziale Projekte ein, um die digitale Aufmerksamkeit zu erhöhen. Neue Ideen und Projekte sind stets willkommen. Ein dickes Dankeschön an XING für die großartige Unterstützung!

Video für ArbeiterKind.de



Berufseinstiegstage in Jena und Bochum waren voller Erfolg

Alumnitreffen Am 21. Oktober fand in Jena der erste Berufseinstiegstag (BET) Thüringen statt. Die Ehrenamtlichen der ArbeiterKind.de-Gruppe Jena stellten ein vielfältiges Programm auf die Beine. Somit erlebten über 60 Teilnehmende interessante Workshops und spannende Inputs. Stefan Günther, ehemaliger Mentor der ArbeiterKind.de-Gruppe Chemnitz und Mitbegründer der Initiative Broterwerb, berichtete z.B. über sein turbulentes Studienleben und ging der Frage nach: „Geistes- und Sozialwissenschaften – aha... Und was macht man später damit?“

Weitere Angebote drehten sich um Social Media, Gehaltsverhandlungen oder die ersten 90 Tage im Job. Der Teilnehmer Mattes, der die Workshops „Bewerbungs-Crashkurs für Einsteiger“ und „Körpersprache“ besuchte, äußerte sich begeistert: „So und nicht anders sollte solch ein Tag aussehen! Angefangen bei der  Begrüßung, die schon sehr nett war (wer steht nicht auf einen neuen  schicken Beutel?), über die Planung des Ablaufs (zig längere Pausen, bei denen ich mich keine Minute gelangweilt habe), bis hin zu den Vorträgen und Workshops der interessanten Referierenden. Ich habe viel Input bekommen, konnte einige neue Perspektiven kennenlernen und habe echt viel für mich mitgenommen. Darum Hut ab, meinen Respekt und Props an ArbeiterKind.de.“

Die Bayer Cares Stiftung unterstützte den BET in Jena mit einer Spende von über 5.000 Euro. Im Vorfeld hatten wir uns für das Bayer-Ehrenamtsprogramm „Role Models 2016“ beworben. Unsere Projektidee zur Lösung sozialer Herausforderungen wurde aus 344 Bewerbungen aus insgesamt 57 Ländern ausgewählt. Um unser herausragendes soziales Engagement zu würdigen, hat uns Dr. Annett-Kathrin Gyra, Leiterin Qualitätsmanagement und Compliance Management bei Jenapharm, eine Ehrenurkunde verliehen.

Ohne Urkunde, aber auch sehr erfolgreich verlief der zweite Berufseinstiegstag am 11. November in NRW. In entspannter Atmosphäre und mit viel guter Stimmung konnten auch hier Studierende Berufstätigen unseres Netzwerks Fragen stellen und sich Tipps holen: Wie kann ich mir die Arbeit in einer Stiftung vorstellen? Kann man den Schritt in die Selbständigkeit wagen? Wie ist die Arbeitsatmosphäre in einem großen Unternehmen? Bei so vielen interessanten Gesprächspartnerinnen und -partnern und begrenzter Zeit fiel die Wahl nicht leicht: „Ich hätte mich gerne noch mit viel mehr Personen unterhalten!“, ist ein Satz, der öfter fiel.

Der Berufseinstiegstag möchte Studierenden der ersten Generation das Netzwerk bieten, dass in den eigenen Familien meist nicht vorhanden ist – keine Tante, die bereits Juristin ist, kein Onkel, der in einem Unternehmen arbeitet und die informell gefragt werden können. Bei den insgesamt 50 Studierenden und Berufstätigen ist die Veranstaltung sehr gut angekommen und auch das Team von ArbeiterKind.de hatte einen tollen Tag mit so vielen intensiven und spannenden Gesprächen.

Impressionen vom BET in Jena 

(Foto: ArbeiterKind.de)



ArbeiterKind.de freut sich über 30. Partnerschule 

Partnerschule „Wir beraten nicht, sondern wir stehen zu Seite.“ Und das tut ArbeiterKind.de nun auch an der IGS Bad Salzdetfurth. Die integrierte Gesamtschule freut sich auf die Kooperation mit uns, denn so erhalten alle Schülerinnen und Schüler dieselbe Chance, sich mit der Möglichkeit eines Studiums auseinanderzusetzen. Es ist die erste Schule aus dem Landkreis Hildesheim, die erste IGS in Niedersachsen und die mittlerweile 30. Partnerschule von ArbeiterKind.de!

Zuvor hatten Anika Werner, Regina Rode, Daniel Haberlandt und Hans-Joachim Evers, hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte von ArbeiterKind.de, an der IGS mittels Schulvortrag und zwei Workshops die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen informiert. „Die Schülerschaft war begeistert und wir so richtig happy“, erzählt Hans-Joachim Evers. „Nach der Veranstaltung sagte die Oberstufenleitung: 'Es steht völlig außer Frage, dass die IGS Partnerschule von Arbeiterkind wird.'“

Nun war es soweit. Als Sahnehäubchen hat die Hildesheimer Allgemeine Zeitung die Partnerschaft am 26. Oktober zu ihrem Thema gemacht. Großartiges Engagement der Hildesheimer ArbeiterKind.de-Gruppe

Wir freuen uns auf weitere Partnerschulen im 10. Geburtstagsjahr von ArbeiterKind.de 2018.

Weitere Informationen und Partnerschul-Portraits



Daniel Kister: "Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere"

FuldaEin ganz anderer Zeitungsartikel sorgte dagegen für Wirbel. Mit der Anzeige "Kein Bock mehr auf Schule? Dann schmeiß hin" warb die Kreishandwerkerschaft Fulda in der Fuldaer Zeitung am 30. September um Facharbeiterinnen und Facharbeiter. Dieser Ratschlag sei unredlich und schüre Ängste bei Kindern aus Familien ohne akademische Tradition. Daniel Kister, ArbeiterKind.de-Mentor in Fulda, erläuterte in einen öffentlichen Kommentar, warum er das so sieht. Die Kreishandwerkerschaft antwortete daraufhin und räumte ein, dass die Anzeige etwas provokant gewesen sei.

Den Grund für seinen Kommentar erläutert uns Daniel Kister so: „Ich habe 2015 begonnen, mich bei Arbeiterkind.de zu engagieren, indem ich am Mentoringtreffen teilgenommen und einige Messestände mitbetreut habe. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass Gespräche Mut machen können und gerade Arbeiterkindern hilft, sich ein Studium zuzutrauen. Obwohl ich als Arbeiterkind erst nach meinem Studium von ArbeiterKind.de erfahren habe, bin ich froh, Teil des Netzwerkes zu sein. Ein wichtiger Aspekt ist nämlich, dass ArbeiterKind.de identitätsstiftend ist und allen Kindern ohne akademische Familientradition eine Stimme verleiht. Das ist eine wichtige Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit und letztlich auch der Grund für meinen Kommentar.“ 

Kommentar von Daniel Kister
Antwort der Kreishandwerkerschaft

(Foto: privat)



Jessica Feichtmayr: "Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere" 

Jessica_FeichtmayrIn der aktuellen Ausgabe von ZEIT Campus beschreibt ArbeiterKind.de-Mentorin Jessica Feichtmayr ihren Weg an die Ludwig-Maximilians-Universität in München und erzählt, warum sie sich im ersten Semester nicht zugehörig fühlte. Ein Gefühl, das viele, die als Erste in ihrer Familie studieren, nur allzu gut kennen. Mit dem mutigen Teilen ihrer Geschichte und ihrem Engagement bei ArbeiterKind.de möchten sie andere zum Studium motivieren und ihnen die Ängste vor möglichen Hürden nehmen.

„Ich engagiere mich bei ArbeiterKind.de, weil ich weiß, mit welchen Herausforderungen man gerade im 1. Semester konfrontiert wird. Es liegt mir am Herzen zu vermitteln, dass diejenigen nicht alleine sind und sich über die Plattform ArbeiterKind.de Hilfe bzw. Ratschläge holen können. Mir ist es wichtig klarzustellen, dass man nicht aus einem akademischen Haushalt kommen muss, um studieren zu können. Man darf sich nur nicht entmutigen lassen. Und auch hier ist ArbeiterKind.de eine tolle Sache, weil man über diverse Finanzierungsmöglichkeiten sprechen kann, von denen man vielleicht noch nie gehört hat, oder aber davon ausgeht, dass z.B. für Stipendien die Voraussetzung eine 1 im Abi ist.“

Jessica Feichtmayrs Geschichte

(Foto: privat)



Trainings und Workshops zum Jahresende

Training_EhrenamtlicheDas Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende. Bis wir alle ins 10. Geburtstagsjahr von ArbeiterKind.de starten, erwarten unsere Ehrenamtlichen noch spannende und aufschlussreiche ArbeiterKind.de-Trainings und Webinare – auch ideal zum Vernetzen und Kennenlernen.

18.11.2017, 10-17 Uhr
1zu1-Training in Düsseldorf
 
In unserem Online-Netzwerk gibt es einen Veranstaltungskalender 2017. Dort stehen Links für weiterführende Informationen und die Anmeldung zur Verfügung. Außerdem sind alle Infos auch auf unserer Homepage veröffentlicht.


(Foto: ArbeiterKind.de)



Spendengeschichte Prof. Dr. Stocké

Spende_StockéAnfang November erreichte ArbeiterKind.de eine Spende, deren Hintergrundgeschichte uns sehr berührt.

Prof. Dr. Volker Stocké ist Ende August plötzlich und unerwartet verstorben. Diese Nachricht bewegt uns sehr. Denn er begrüßte die Vision und das Engagement von ArbeiterKind.de – er selbst war der Erste in seiner Familie, der studiert und danach sogar promoviert und habilitiert hat. Seit März 2012 hatte er die Professur für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Kassel inne. Dort hat er – wie zuvor an den Universitäten Mannheim und Bamberg – zur Erklärung sozialer Ungleichheit im Bildungssystem geforscht, zuletzt mit besonderem Blick auf das Hochschulsystem. In diesem Zusammenhang lernte er auch ArbeiterKind.de kennen.

Die Angehörigen haben ein Spendenkonto eingerichtet, so dass die Trauernden statt Blumengeschenken direkt auf dieses Konto spenden konnten. Ein Teil des Betrags wurde an ArbeiterKind.de gegeben – mit dem ausdrücklichen Wunsch, es nachhaltig für all jene, die als Erste in ihrer Familie studieren, einzusetzen. Dies sei ganz gewiss im Sinne des Verstorbenen.

Frau Ulrike Schwabe, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin aus dem Kasseler Methoden-Team, bestätigt noch einmal, wie wichtig Volker Stocké die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Bildungsexpansion und Bildungsungleichheit war: „Im Sinne angewandter empirischer Sozialforschung wurden unterschiedliche Erklärungen und empirische Befunde zu Effekten der sozialen Herkunft auf Bildungserfolg intensiv in verschiedenen Lehrveranstaltungen behandelt.“ Das Thema „Soziale Ungleichheit im Hochschulsystem“ gehört ebenfalls zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre.

ArbeiterKind.de bedankt sehr herzlich für diese Spende und wünscht allen Angehörigen und Freunden von Volker Stocké alles Gute.

Mut zum Studium verschenken


(Foto: privat)


Mitmachen bei ArbeiterKind.de

Es gibt viele Möglichkeiten für das Engagement bei ArbeiterKind.de. Wir freuen uns über jede Hilfe, die unser Beratungsangebot bekannter macht, damit wir mehr Schülerinnen und Schüler, Studierende und Eltern erreichen können.

Die ehrenamtliche Mitarbeit in einer lokalen Gruppe ist die Tür zu vielfältigen Angeboten vor Ort. Begrüße neu Dazugekommene, ermutige alle zum Austausch von Fragen und Sorgen, beantworte E-Mails, pflege die Facebook-Seite, baue Kontakte zur lokalen Presse auf oder hilf bei der Organisation von Veranstaltungen mit. Die eigene Geschichte bei offenen Treffen, Schulveranstaltungen und an Infoständen erzählen und dadurch andere ermutigen – dazu laden wir herzlich ein! Auch zur Vernetzung auf Workshops und Trainings mit anderen Ehrenamtlichen. Eine Übersicht der Gruppen, ihrer Termine und Kontaktadressen.

Alle, denen die Zeit für ein regelmäßiges Ehrenamt fehlt, sind herzlich eingeladen, ein persönliches Profil im sozialen Netzwerk von ArbeiterKind.de anzulegen, mit den Gruppen in der Nähe Kontakt aufzunehmen und Mentoring zu bestimmten Themen anzubieten. Hier kann man schnell gefunden werden und mit seinen Erfahrungen und Wissen weiterhelfen.

Nicht nur Zeit- und Wissensspenden, auch Geldspenden helfen uns. Damit können wir Fortbildungen für die Ehrenamtlichen und Informationsmaterial finanzieren. Für durchschnittlich 23 Euro können wir einen studieninteressierten Jugendlichen persönlich erreichen und ermutigen. Spenderinnen und Spender können auch Patenschaften für lokale Gruppen übernehmen oder dem Freundeskreis von ArbeiterKind.de beitreten. Lade auch gern andere ein, für ArbeiterKind zu spenden – ob zu Weihnachten, zum Firmenjubiläum oder statt Geschenken zum Geburtstag! Wir bedanken uns gern mit Spendenquittungen und persönlichen Spendenurkunden.

Unterstütze ArbeiterKind.de mit deinen Online-Einkäufen – ohne extra dafür zu zahlen. Wenn du online über die Seiten Goodingboost oder Amazon Smile shoppst, entsteht aus einer Händlerprovision eine Spende an ArbeiterKind.de in Höhe von 0,5 bis 5 Prozent des Warenwerts. Das kostet dich nichts, nur die Zeit für zwei Klicks.
 


ArbeiterKind.de in der Presse

20. September 2017
Neue Westfälische
Netzwerk Arbeiterkind.de macht Warburger Schülern Mut, den Traum vom Studium zu leben

23. Oktober 2017
Hochschulradio Düsseldorf
Mut gemacht



22. September 2017
WDR
Oben und unten in NRW: Eine gerechte Gesellschaft – wie es gehen könnte

07. November 2017
Norddeutsche Neueste Nachrichten
Hilfe für Arbeiterkinder

Kontakt 

Julia Kreutziger Wenn ihr im nächsten Newsletter eine Aktion eurer lokalen ArbeiterKind.de-Gruppe oder gern auch eine Idee vorstellen möchtet oder uns erzählen wollt, warum ihr euch bei oder für ArbeiterKind.de engagiert, dann schreibt uns eine E-Mail oder meldet euch telefonisch. Wir freuen uns, von euch zu hören oder zu lesen.

Julia Kreutziger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ArbeiterKind.de
E-Mail: kreutziger@arbeiterkind.de
Telefon: 030 68320430



Impressum

ArbeiterKind.de gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
zur Förderung des Hochschulstudiums von Nicht-Akademikerkindern
Dircksenstraße 47
10178 Berlin

Geschäftsführerin und inhaltlich Verantwortliche:

Katja Urbatsch
Sophienstraße 21
10178 Berlin
E-Mail: urbatsch@arbeiterkind.de

ArbeiterKind.de ist als gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im Handelsregister registriert (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 118867)

Online spenden, Patenschaften und Förderkreis: www.arbeiterkind.de/spenden

Anne Stalfort
Kooperationen und Spendenservice
ArbeiterKind.de
E-Mail: stalfort@arbeiterkind.de
Telefon: 030 68320430

Verwendungszweck bei Spenden: Bitte geben Sie für Spendenquittungen Ihren Namen und Ihre Adresse an. Sie können mit Ihrer Spende eine bestimmte Ortsgruppe unterstützen, indem Sie diese zusätzlich im Verwendungszweck angeben.

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