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ArbeiterKind.de

ArbeiterKind.de im Oktober:
Hochschule der Zukunft

Foto von Katja Urbatsch Liebe Engagierte,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Interessierte,

Ende September haben wir mit vielen Engagierten und Studierenden Ideen für die Hochschule der Zukunft gesammelt.
Ich danke allen, die an der Konferenz mitgewirkt haben!

Im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung konnten wir rund 120 Schüler:innen in Hagen (NRW) zum Studium ermutigen. Zahlreiche Engagierte aus den benachbarten Gruppen haben zum Gelingen beigetragen und ihre Geschichte geteilt.
Ebenso freue ich mich, dass in Hamm Engagierte eine neue ArbeiterKind.de-Gruppe gegründet haben.

Außerdem berichten wir in diesem Newsletter von den jüngsten Entwicklungen im Talentnetzwerk, dass gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung Schüler:innen Bildungsperspektiven aufzeigt.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und eine bunte Herbstzeit!


Katja Urbatsch
Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de
&
Evamarie König
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

(Foto: ArbeiterKind.de)

*Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, bitte sehen Sie uns nach, dass wir in unserem Newsletter alle respektvoll duzen. ArbeiterKind.de ist in den vergangenen Jahren sehr gewachsen und damit auch die Zahl der Aktivitäten und Neuigkeiten. Wir haben uns dazu entschieden, öfter mal einen einzigen Newsletter an ALLE Freund:innen von ArbeiterKind.de zu verschicken, um euch auf dem Laufenden zu halten.
Inhaltsverzeichnis
  1. ArbeiterKind.de im Oktober: Hochschule der Zukunft
  2. Große Ideenwerkstatt: „Diversität ist der Standard, Homogenität gibt es nicht”
  3. Neuer Jahresbericht erschienen!
  4. Unsere neuen Kolleg:innen stellen sich vor
  5. Abschied von Evamarie König
  6. Schulinformationsveranstaltungen in Hagen
  7. Studienstartprogramm mit breitem Informationsangebot in Hessen
  8. Unterstützung in Hamm gesucht!
  9. Talentnetzwerk für Schüler:innen in Nord- und Ostdeutschland geht in die dritte Runde
  10. Ehrenamtliche informieren in vor Ort und digital
  11. Erfolgreiche Spendenaktion für ArbeiterKind.de
  12. Nagehan Büyükhan: „Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere“
  13. ArbeiterKind.de-Veranstaltungen im Herbst 2021
  14. ArbeiterKind.de in der Presse
  15. Mitmachen bei ArbeiterKind.de
  16. Impressum/Datenschutz/Kontakt
  17. Abmeldung
Große Ideenwerkstatt: „Diversität ist der Standard, Homogenität gibt es nicht”                   Textbild: #ZukunftHochschule 28. bis 29. September 2021, digital, jetzt Anmelden!
Am 28. und 29. September haben Studierende in einer Ideenwerkstatt Vorschläge und Visionen für eine Hochschule der Zukunft entwickelt. Kernthema war die Auseinandersetzung mit Barrieren, Hemmnissen und Schwierigkeiten für Studierende der ersten Generation in den unterschiedlichen Phasen der Hochschulausbildung. Die Teilnehmenden diskutierten in Werkstätten Themen wie Chancengleichheit und Diversität, Sichtbarkeit, Studienfinanzierung, -beratung und -begleitung, Vernetzung, Engagement an der Hochschule, Berufseinstieg sowie Hochschule allgemein. Die wichtigsten Erkenntnisse sowie die zentrale Vision trugen sie im anschließenden Plenum vor. Rund 80 Studierende nutzten die Chance, in geschützten virtuellen Räumen ihre Erfahrungen, Ideen und Lösungsvorschläge einzubringen.

Nach Vorstellung der Ergebnisse diskutierten Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz, Iris Kimizoglu, Studierende und Vorständin des freien zusammenschlusses von student*innenschaften (fzs), Ministerialdirektor Daniel Stich, Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, und Stanislava Schwalme, Studierende an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und engagiert bei ArbeiterKind.de, auf dem Podium. Rund 160 Interessierte verfolgten den öffentlichen Teil der Veranstaltung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden von ArbeiterKind.de aufbereitet und noch veröffentlicht. Die Schirmherrschaft hatte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, übernommen. Wir danken allen Beteiligten für diesen intensiven und offenen Austausch sowie das Engagement!

(Foto: ArbeiterKind.de)
Neuer Jahresbericht erschienen!

Der neue Jahresbericht von ArbeiterKind.de für das Jahr 2020 ist erschienen. Das Heft kann ab sofort hier heruntergeladen werden. Wer lieber ein gedrucktes Exemplar lesen möchte, schreibt eine Email an bestellungen@arbeiterkind.de.

(Foto: ArbeiterKind.de)
Unsere neuen Kolleg:innen stellen sich vor

„Mein Name ist Can Keke und ich bin seit September im Essener Büro von ArbeiterKind.de tätig. Ich übernehme als Elternzeitvertretung für Silke Tölle-Pusch Aufgaben im Bereich Kooperation & Kommunikation in Nordrhein-Westfalen. Geboren bin ich in Bottrop, nie von dort weggezogen und kenne die bildungspolitischen Herausforderungen, denen insbesondere das Ruhrgebiet ausgesetzt ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig die Unterstützung und Motivation junger Menschen bei der Entwicklung und Erreichung ihrer Ziele sein kann.
Die Förderung von Bildungsaufstiegen sehe ich als wichtiges Instrument, um individuelle Lebensgeschichten positiv zu beeinflussen, strukturschwachen Regionen nachhaltige Perspektiven zu geben und Chancengerechtigkeit zu gewährleisten. Nachdem ich parallel zu meinem Masterstudium der Literatur & Medienpraxis zweieinhalb Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft das Talentscouting an der Uni Duisburg-Essen unterstützt habe, möchte ich mit meinen Kolleg:innen und den Ehrenamtlichen von ArbeiterKind.de weiter dazu beitragen, dass möglichst viele junge Menschen den Bildungsaufstieg schaffen.”

„Mein Name ist Nicole Thräner, ich habe Erziehungswissenschaften und Romanistik studiert. Als Studierende der ersten Generation sowie langjährige Mentorin bei ArbeiterKind.de kenne ich die vielen Herausforderungen, die das deutsche Hochschulsystem mit sich bringt. Die Themen Bildungs- und Chancengerechtigkeit begleiten mich seither. Sie zu erhöhen, ist mir eine Herzensangelegenheit geworden. Bei ArbeiterKind.de koordiniere mit meiner Kollegin Alexandra Redel das Berufseinstiegsmentoring. Ich möchte dabei unterstützen, junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft einen einfacheren Zugang zu Hochschulbildung zu ermöglichen. Ebenso möchte ich auch Hochschulabsolvent:innen der ersten Generation den Übergang in die Berufswelt erleichtern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann, dort Fuß zu fassen, wenn man wegen der eigenen Herkunft kein funktionsfähiges berufliches Netzwerk hat.”

„Mein Name ist Lisa Maria Dziobaka. Ich bin seit Mitte Oktober die neue Bundeslandkoordinatorin für NRW-West.
Als Bergmannstochter bin ich ein echtes Ruhrgebietskind und sehr stolz darauf. Als Erst-Studierende meiner Familie bin ich ungemein glücklich über meinen Start bei ArbeiterKind.de. Ich kenne die vielen Hürden, die es zu meistern gilt, um an seine Ziele zu kommen und seine Träume zu verwirklichen. Ich möchte junge mutige Menschen dabei unterstützen, ihren Weg zum Studium und darüber hinaus zu gehen. Manchmal sind die Steine im Weg nur Kohlebrocken, die helfen, das Feuer am Laufen zu halten. Glück auf!”



„Ich bin Sharon Peschke und habe als studentische Hilfskraft bei ArbeiterKind.de begonnen und darf inzwischen als Assistentin der Geschäftsführung Katja Urbatsch und Wolf Derman unterstützen.
Zu Beginn meines Studiums habe ich erstmals von ArbeiterKind.de erfahren und verstanden, warum ich mich im akademischen Umfeld unwohl gefühlt habe. Diese Erkenntnis hat mir geholfen, selbstbewusster mit meiner Bildungsgeschichte umzugehen. In diesem Sinne freue ich mich, einen tiefen Einblick in die Themen von ArbeiterKind.de zu bekommen und Teil der Community zu sein.”

(Fotos: ArbeiterKind.de)
Abschied von Evamarie König

Unsere langjährige Mitarbeiterin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Evamarie König, hat uns vor Kurzem verlassen. Zum Abschied haben wir ihr ein paar Fragen zu ihrer Tätigkeit bei ArbeiterKind.de gestellt.

ArbeiterKind.de: An welche Situation erinnerst du dich gern zurück, liebe Eva?

Ich denke besonders gern an die Begegnungen mit den Engagierten, sei es bei Regionaltreffen oder Workshops zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ich habe Menschen getroffen, die mich zutiefst beeindruckt haben. Ihre Geschichten haben mir das Gefühl gegeben: Du kannst alles werden, nur Mut! Hast du Widerstände in deinem Leben, spornt dich das umso mehr an.

ArbeiterKind.de: Was wirst du vermissen?

Ich verlasse ein tolles Team, das sehr kreativ ist, hilfsbereit, immer offen für neue Ideen und Lösungswege, mit hoher Motivation. Ich werde auch die Ehrenamtlichen vermissen, die mich sehr beeindruckt und berührt haben, mit ihrem Engagement und mit ihrer eigenen Bildungsgeschichte. Nicht zuletzt herrscht bei ArbeiterKind.de eine wertorientierte Unternehmenskultur, die für mich Maßstäbe gesetzt hat.

ArbeiterKind.de: Was gibst du neuen Mitarbeiter:innen mit auf den Weg?

Ich möchte ihnen sagen: Ihr trefft bei ArbeiterKind.de auf einen Schatz an Kolleg:innen, die euch unterstützen und mit denen ihr im Team sehr viel positive Energie freisetzen könnt. Ihr profitiert auch von dem Schatz einer ehrenamtlichen Community, die hochengagiert ist, obwohl sie selbst immer wieder vor großen Herausforderungen steht. Das Bewusstsein für die soziale Herkunft in der Öffentlichkeit zu schärfen, war mir persönlich ein Anliegen.
Wir sind auf einem guten Weg. Ich wünsche den Mitarbeiter:innen weiterhin viel Erfolg bei der gemeinsamen Mission. Ich bedanke mich herzlich für eure Anregungen und Ideen und wünsche alles Gute!
Schulinformationsveranstaltungen in Hagen

Im August konnten die Engagierten an der Gesamtschule Eilpe in Hagen zwei große Schulinformations-veranstaltungen online durchführen. Da es dort keine aktive ArbeiterKind.de-Gruppe gibt, haben Ehrenamtliche aus ganz NRW teilgenommen. Insgesamt wurden rund 120 Schüler:innen ermutigt. Insbesondere die erste Veranstaltung am Vormittag war sehr lebhaft, denn die Schüler:innen hatten sich merklich mit dem Thema Studium beschäftigt und sehr konkrete Fragen gestellt. Dank an Hannelore Bossmann, Pascalis Trentsios, Ingo Heinrich, Janina Pasler und Muhammed Aslan. Letzterer hatte sich aus Südkorea dazugeschaltet, wo er zwei Wochen in Quarantäne war, eine Vorschrift für Auslandsstudierende. Digitalisierung ermöglicht also Begegnungen und überregionales Engagement gleichermaßen!

(Foto: ArbeiterKind.de NRW)
Studienstartprogramm mit breitem Informationsangebot in Hessen

Unser Studienstartprogramm hat wieder zum Winter-semester begonnen und ist somit in die dritte Runde gegangen! Eingeladen sind alle, die an der Hochschule einsteigen, sich hilfreiche Infos holen und mit anderen Studienanfänger:innen austauschen und vernetzen wollen.

Auftakt war am 6. Oktober mit dem Thema Studienfinanzierung, BAföG und Jobben. Es gibt darüber hinaus Angebote zu Lernstrategien und zur Stressbewältigung, aber auch zur Studienfinanzierung oder wissenschaftlichem Schreiben. Schaut doch einmal vorbei!

Mehr Informationen und die Anmeldung findet ihr unter: studienstart-hessen.arbeiterkind.de/

(Foto: ArbeiterKind.de Hessen)
Unterstützung in Hamm gesucht!

Neue ArbeiterKind.de-Gruppe in Hamm (NRW): Unterstützung gesucht!Marie-Luise und Michael sind als „Arbeiterkinder” am Rande des Ruhrgebiets geboren und aufgewachsen. Ihr Vater war auf der Zeche ihrer schönen Heimatstadt Hamm und der in Marl. Nach dem Abitur sind beide an die Universität gegangen, Marie-Luise nach Paderborn, um International Business zu studieren, und Michael nach Bielefeld, um Jura zu studieren. Er war das erste von insgesamt drei Geschwisterkindern an der Uni, Marie-Luise allerdings die erste Akademikerin. Beide waren während ihrer Ausbildung mit den üblichen Problemen von Arbeiterkindern konfrontiert: Studienfinanzierung in Deutschland und im Ausland, Studienablauf, Berufseinstieg etc. Sie haben erfahren, wie schwierig und wie einschüchternd der Universitätsbetrieb sein kann, wenn niemand um Rat gebeten werden kann. Sie hatten immer einander – und genau dieses Gefühl und diese Unterstützung wollen sie auch anderen Arbeiterkindern geben. Marie-Luise und Michael sind fest im Berufsleben angekommen. Sie arbeitet als Unternehmensberaterin, er als Rechtsanwalt in der Wirtschaft. Beide möchten allen Interessierten helfen, ihre eigenen Ziele zu erreichen und ihre Träume zu verwirklichen. Der erste Schritt soll der Ausbau der Präsenz von ArbeiterKind.de in Hamm sein. Neben der Vergrößerung des Teams streben sie insbesondere Schulbesuche an. Weitere Engagierte sind herzlich willkommen! Meldet euch gern unter hamm@arbeiterkind.de.

(Foto: ArbeiterKind.de Hamm)
Talentnetzwerk für Schüler:innen in Nord- und Ostdeutschland geht in die dritte Runde

Grafik zum Talentnetzwerk von ArbeiterKind.deWir freuen uns, zum dritten Mal in Folge Schüler:innen im Talentnetzwerk zu unterstützen,  sie über Fördermöglichkeiten zu informieren und auf ihrem Bildungsweg motivieren und stärken zu können!
Das Programm ist für Schüler:innen, die nach den Auswahlgesprächen für „grips gewinnt“ der Joachim Herz Stiftung ein Stipendium knapp verpasst haben. Als solche sind sie Talente, die gefördert werden sollten. Oft fehlt es nach einer Absage jedoch an Mut und Wissen, sich um weitere Stipendien oder Fördermöglichkeiten wie Workshops zu bewerben. Neben Informationen dazu und individueller Unterstützung, sind regelmäßige Online-Treffen mit den Jugendlichen ein wichtiger Bestandteil des Talentnetzwerks. Bereichert wird es von unserem großen ArbeiterKind.de-Netzwerk, bestehend aus zahlreichen Ehrenamtlichen. Viele Schüler:innen profitieren vom Austausch mit unseren Mentor:innen. Fragen und Ideen fürs Talentnetzwerk? Dann meldet euch gern bei Marie Sibold und Cara Coenen unter talentnetzwerk@arbeiterkind.de.

(Foto: ArbeiterKind.de)
Ehrenamtliche informieren in vor Ort und digital

Foto von Ehrenamtlichen am Messestand in Vechta | Foto: ArbeiterKind.deWie in den Jahren zuvor waren die Engagierten von ArbeiterKind.de-Osnabrück Mitte September bei inzwischen 10. Auflage der Jobmesse „Oldenburger Münsterland“ auf dem in Vechta mit einem Infostand vertreten. An den zwei Tagen wurden etwa 100 Besucher:innen zu ihren Anliegen informiert und zu möglichen weiteren Schritten Richtung Studium ermutigt. Das Augenmerk lag primär auf der Studienorientierung sowie den generellen Unterstützungsmöglichkeiten durch ArbeiterKind.de.
Gleicher Kontext, anderes Format: Auch bei den digitalen JobDatingDays war ArbeiterKind.de wieder vertreten. Acht Engagierte von sieben lokalen Gruppen aus Niedersachsen und Bremen chatteten am virtuellen Infostand mit Studieninteressierten und Ratsuchenden. Neben den Gesprächen lauschten 420 Interessierte den Vorträgen zu verschiedenen studienrelevanten Themen. Kurzum: es war eine super Gemeinschaftsleistung und in einem sind sich die Engagierten einig gewesen – auch bei den kommenden Messen, ob digital oder vor Ort, ist ArbeiterKind.de wieder gern dabei!

Allen Engagierten und den Veranstaltern vielen Dank für die wunderbare Zusammenarbeit!

(Foto: ArbeiterKind.de Niedersachsen)
Erfolgreiche Spendenaktion für ArbeiterKind.de

Foto mit Anna Chombe und Stefan Fink
Die Sommer-Spendenaktion von ArbeiterKind.de erreichte pünktlich zum Herbstanfang am 23. September ihr Ziel: 109 Unterstützer:innen spendeten insgesamt 10.009 Euro. Damit war die Voraussetzung erfüllt, dass ein langjähriger Förderer diese Summe nun verdoppelt. Gestartet war die Aktion am 11.Mai, dem 13. Geburtstag von ArbeiterKind.de. Danke an alle, die mitgemacht und uns ein fantastisches spätes Geburtstagsgeschenk ermöglicht haben!


(Foto: ArbeiterKind.de)
Nagehan Büyükhan: „Warum ich mich bei ArbeiterKind.de engagiere“

Foto von Nagehan Büyükhan ArbeiterKind.de: Wie ist dein Weg an die Hochschule verlaufen?

Nagehan: Es war kein leichter Weg. Meine Eltern haben keine Hochschulerfahrung, und ich bin die Älteste von drei Geschwistern. Meine Eltern haben großen Wert auf gute Bildung gelegt. Sie kannten sich allerdings mit dem deutschen Schulsystem nicht gut aus. Ich bekam keine Gymnasialempfehlung, weil die Lehrkräfte der Auffassung waren, dass ich aufgrund fehlender Sprachkenntnisse dort nicht zurechtkommen würde. Ich bin dann auf eine Gesamtschule gegangen und habe, auch dank meiner Eltern, das Abitur erreicht. Die Empfehlung zur 11. Klasse war verbunden gewesen mit der Aussage: Du wirst es nicht schaffen! Das zieht sich leider durch meine gesamte Schullaufbahn – es gab keinerlei Ermutigung.

ArbeiterKind.de: Dein Bildungsweg ist sehr beeindruckend. Wie ging weiter?

Nagehan: Nach dem Abitur habe ich mich entschieden, mein Englisch zu verbessern. Ich besuchte sechs Monate eine Sprachschule in London. Das hat mir sehr gutgetan. Ich wollte International Management studieren, jedoch legten mir meine Lehrer und mein Umfeld nahe, unbedingt Lehramt zu studieren. Ich vertraute ihnen, weil sie vermeintlich mehr „Erfahrung” haben als ich. Allerdings war es im Nachhinein keine hilfreiche Empfehlung, da sie meine Stärken sowie verschiedene Karrieremöglichkeiten nicht wirklich einschätzen konnten.
Mein erstes Studium Lehramt an Realschulen mit den Fächern Englisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften habe ich an der Uni Augsburg abgeschlossen. Kurz bevor ich fertig wurde, habe ich mich aber entschieden, nicht als Lehrerin zu arbeiten.

ArbeiterKind.de: Du hast dann das Fach gewechselt. Wie kam es dazu?

Nagehan: Insbesondere durch die Praktika im Studium hatte ich festgestellt, dass der Lehrerberuf mich nicht erfüllt. Mein Studienaufenthalt an der London School of Economics and Political Science gab mir dann die Möglichkeit, meine Stärken und Interessen weiter zu entfalten. Somit entschied ich mich, den Master in Business Management zu machen. Zuerst musste ich an der Northern Business School (NBS) zur Vorbereitung einen zweijährigen Pre-Master absolvieren, da ich einen geisteswissenschaftlichen Abschluss erworben hatte.
Nach der erfolgreichen Qualifikation wurde ich zum Masterstudium zugelassen. An der NBS habe ich meinen Master in Business Management abgeschlossen. Während des Studiums habe ich in diversen Sektoren gearbeitet, zuletzt bei Airbus, wo ich schließlich meine Masterarbeit geschrieben habe. Nach Beendigung meines Masterstudiums habe ich angefangen, als Cloud Consultant bei der Firma Accenture zu arbeiten.

ArbeiterKind.de: Sehr spannend. Was hat dir auf deinem Weg geholfen?

Nagehan: Die regelmäßige Reflexion meiner Ziele und mein Mindset, meine stetige Neugier, mein Wunsch nach Wissen und Weiterbildung, der Glaube an mich, die Unterstützung meiner Eltern sowie verschiedene Herausforderungen. Sie haben mir geholfen, auch gegen Widerstände meine Ideen umzusetzen. Dadurch bin ich resilienter geworden. Sätze wie „Du hast einen Migrationshintergrund, du wirst es nicht schaffen“ haben mich angespornt. Ich konnte mich immer motivieren. 

ArbeiterKind.de: Deine Erfahrungen sind sehr wertvoll für andere. Wie sieht dein Engagement bei ArbeiterKind.de aus?

Nagehan: Ich habe über ArbeiterKind.de durch einen Zeitungsartikel erfahren und mich darin wiedergefunden. Seit September 2020 bin ich an Bord und helfe als Mentorin anderen, autark zu werden, ihre Stärken zu identifizieren und Entscheidungen selbstständig zu realisieren, unabhängig von negativen Äußerungen und Widerständen. Ich hätte mir damals eine Mentorin oder einen Mentor gewünscht. Ich möchte meine Erfahrungen sowie mein Wissen an andere weitergeben und zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Die Unternehmensberatung sowie den Technologiebereich möchte ich vorstellen und Interssierte ermutigen, in diesem Bereich zu arbeiten.

ArbeiterKind.de: Was war besonders eindrucksvoll bisher?

Nagehan: Ich habe kurz nach Beginn des Engagements einen Mentee bekommen. Er beginnt jetzt zu studieren und wir haben immer noch regelmäßig Kontakt. Das ist sehr erfüllend! Ich bin bei den offenen Treffen dabei, habe den Instagram-Kanal in Hamburg mit aufgebaut und teile meine Erfahrungen im Bewerbercafé mit. Als es noch möglich war, habe ich auch Partnerschulen besucht. Ich freue mich, über das Netzwerk oder die Treffen, neue Engagierte kennen zu lernen, mich auszutauschen und andere zu ermutigen. Das Vertrauen und die Offenheit, die mir dabei entgegengebracht werden, schätze ich sehr.

(Foto: privat)

ArbeiterKind.de-Veranstaltungen im Herbst 2021

Textbild: Online-Workshop Im Herbst halten wir wieder ein vielfältiges Angebot an Web-Seminaren und Workshops bereit. Nutzt die Möglichkeit, euch zu vernetzten, eure Erfahrungen weiterzugeben und euch gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln.

In unserem Online-Netzwerk gibt es den Veranstaltungskalender 2021. Dort stehen Links für tiefergehende Informationen und die Anmeldung zur Verfügung. Außerdem sind alle Infos auch auf unserer Website veröffentlicht.


30.10.2021, 9:45 - 15.30 Uhr (inkl. Pausen)
Online-Workshop „Einstieg ins Engagement in Baden-Württemberg“
Anmeldung

4.11.2021, 12:30 - 14:00 Uhr
8.11.2021, 18:00 - 19:30 Uhr
Web-Seminar „Zeit- und Selbstmanagement“
Anmeldung

17.11.2021, 19:00 - 20:30 Uhr
Web-Seminar „Lern- und Prüfungsstrategien“
Anmeldung

17.11.2021, 17:00 - 20:30 Uhr
Online-Workshop „Studienfinanzierung: BAföG oder doch ein Stipendium - und wer hilft weiter?“
Anmeldung

(Foto: ArbeiterKind.de)

Mitmachen bei ArbeiterKind.de

Es gibt viele Möglichkeiten, sich bei ArbeiterKind.de zu engagieren. Wir freuen uns über jede Hilfe, die unser Unterstützungsangebot bekannter macht, damit wir mehr Schüler:innen, Studierende und Eltern erreichen können.

Die ehrenamtliche Mitarbeit in einer lokalen Gruppe ist die Tür zu vielfältigen Angeboten vor Ort. Die eigene Geschichte bei offenen Treffen, Schulveranstaltungen und an Infoständen erzählen und dadurch andere ermutigen – dazu laden wir herzlich ein. Unterstütze deine lokale Gruppe, indem du neu Dazugekommene begrüßt, alle zum Austausch von Fragen und Sorgen ermutigst, E-Mails beantwortest, die Facebook-Seite pflegst, Kontakte zur lokalen Presse aufbaust oder bei der Organisation von Veranstaltungen mithilfst. Auf Workshops und Trainings kannst du dich mit anderen Ehrenamtlichen vernetzen und austauschen.

Alle, denen die Zeit für ein regelmäßiges Ehrenamt fehlt, sind herzlich eingeladen, ein persönliches Profil im sozialen Online-Netzwerk von ArbeiterKind.de anzulegen, mit den Gruppen in der Nähe Kontakt aufzunehmen und Mentoring zu bestimmten Themen anzubieten. Hier kann man schnell gefunden werden und mit seinen Erfahrungen und Wissen weiterhelfen.

Nicht nur Zeit- und Wissensspenden, auch Geldspenden helfen uns. Damit können wir Fortbildungen für die Ehrenamtlichen und Informationsmaterial finanzieren. Für durchschnittlich 23 Euro können wir einen studieninteressierten Jugendlichen persönlich erreichen und ermutigen. Lade auch gern andere ein, für ArbeiterKind.de zu spenden – ob zu Weihnachten, zum Firmenjubiläum oder statt Geschenken zum Geburtstag! Wir bedanken uns gern mit Spendenquittungen und persönlichen Spendenurkunden.

Unterstütze ArbeiterKind.de mit deinen Online-Einkäufen – ohne extra dafür zu zahlen. Wenn du online über die Seiten Gooding, WeCanHelp oder Amazon Smile shoppst, entsteht aus einer Händlerprovision eine Spende an ArbeiterKind.de in Höhe von 0,5 bis 5 Prozent des Warenwerts. Das kostet dich nichts, nur die Zeit für zwei Klicks.
Kontakt

Wenn ihr im nächsten Newsletter eine Aktion eurer lokalen ArbeiterKind.de-Gruppe oder  eine Idee vorstellen oder uns erzählen wollt, warum ihr euch für ArbeiterKind.de engagiert, dann schreibt uns eine E-Mail oder meldet euch telefonisch. Wir freuen uns, von euch zu hören oder zu lesen!

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@arbeiterkind.de                        
Impressum

ArbeiterKind.de gGmbH
zur Förderung des Hochschulstudiums von Nicht-Akademikerkindern

Geschäftsführerin und inhaltlich Verantwortliche:
Katja Urbatsch
Obentrautstr. 57
10963 Berlin
urbatsch@arbeiterkind.de

ArbeiterKind.de ist als gemeinnützige GmbH im Handelsregister registriert (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 118867).

Ansprechpartnerin für Spenden:

Anne Stalfort
stalfort@arbeiterkind.de
030 679 672 75-1

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